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Sonntag, 17. Mai 2015

[Rezension] Jean-Christophe Rufin - Das rote Halsband



Sommer 1919: In einer kleinen französischen Stadt sitzt der Kriegsheld Jacques Morlac in Untersuchungshaft. Ihn umgibt ein dunkles Geheimnis, und er ist gefangen in seinem Stolz. Er wurde eingesperrt, weil er den ihm verliehenen Tapferkeitsorden seinem Hund ans Halsband heftete, anstatt die Ehrung anzunehmen. Warum aber will er nun seinen treuen Gefährten, der sich vor dem Kerker die Kehle aus dem Leib bellt, nicht zu sich lassen? Und warum verweigert er auch Valentine, der Mutter seines kleinen Sohnes, die sehnsüchtig auf seine Rückkehr gewartet hat, das Wiedersehen? Keine leichte Aufgabe für Richter Lantier de Grez, Licht in diesen rätselhaften Fall zu bringen.
(Quelle: C.Bertelsmann)

Dienstag, 11. Februar 2014

[Rezension] Marc Michel-Amadry – Zwei Zebras in New York


Weil ihm das Geld für Futter fehlte, sind dem Zoodirektor Mahmoud Barghouti im Gazastreifen die Zebras verhungert. Um den Kindern in schlimmen Zeiten Freude zu spenden, greift er kurzerhand zu Pinsel und Farbe und malt zwei Eseln Streifen. Der Kriegsberichterstatter der New York Times ist von dieser herzerwärmenden Geschichte so berührt, dass er darüber einen Artikel schreibt. Dieser wird auf fast magische Weise das Leben vieler Menschen verändern: Der ehrgeizige Unternehmensberater Mathieu aus Paris und die angesagte, aber einsame Malerin Mila in New York, der unerschrockene Nahost-Korrespondent James und die temperamentvolle DJ Jana aus Berlin finden durch die Geschichte der wundersamen Zebras aus dem Gazastreifen an einem klirrend kalten Januartag in New York zueinander.
(Quelle: C. Bertelsmann) 

James kommt als Kriegsberichterstatter viel in der Welt herum. Auf einer dieser Reisen besucht er im Gazastreifen auch den „Zoo der Freuden“. Berührt von der Idee des Zoodirektors Mahmoud Barghouti, der zwei Esel als Zebras angemalt hat, beschließt er diesen zu unterstützen.
Mathieu liest den Artikel von James über den Zoo. Kurzerhand entschließt er sich ein Buch darüber zu schreiben, um das Herz von Mila zu erobern.

„Zwei Zebras in New York“ ist eine wundervolle kleine Geschichte um Liebe und Hoffnung - und zeigt uns, dass die Welt eben auch NUR ein Dorf ist.



 Eine Leseprobe findet ihr hier.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bei C.BERTELSMANN.

Montag, 11. Juni 2012

[Rezension] Moritz Netenjakob - Der Boss

Der Macho Man ist nun der Boss

 

 


 
Daniel wurde von seinen 68er-Eltern zu extremer Toleranz gegenüber fremden Kulturen erzogen. Aber was tun, wenn einen die türkische Großfamilie seiner Traumfrau in den Wahnsinn treibt?

Als Daniel und Aylin heiraten wollen, fangen die Probleme erst richtig an:
  •  Der fundamentalistische Onkel Abdullah wird kurzerhand in Daniels Wohnung einquartiert
  • Sein Ford Ka wird dreimal am Tag mit Tüll beladen, damit die 1000-Gäste-Hochzeit in eine Leverkusener Industriehalle romantisch wird.
  • Seine Mutter lädt Aylins Eltern an Heiligabend ein – und spricht dann herrlich ungezwungen über Sex.
Doch damit nicht genug, denn Tante Emine sagt weitere Desaster voraus: Die stehen schließlich im Kaffeesatz.


Daniel ist am Ziel: Aylin, seine Traumfrau hat Ja gesagt! Die Planung für die Hochzeit läuft auf Hochtouren. Doch schon wie im ersten Teil von Daniels turbulenter Geschichte, muss der Arme erfahren, das in der türkischen Großfamilie eben doch alles etwas anders abläuft. Sei es nun das einfache Planen der Hochzeitsreise oder die schwerwiegende Entscheidungen, wer denn nun überhaupt erst eingeladen - und vor allem, wer neben wem oder besser gesagt, neben wem nicht sitzen darf. Dann der erste Besuch von Aylins Eltern bei Daniels Eltern. Oder die nicht enden wollende Anzahl von Verwandten Aylins. All dies führt, wie auch schon im ersten Buch, zu sehr unterhaltsamen Verwicklungen, Missverständnissen und seltsamen Situationen.

Mir hat der Nachfolger von „Macho Man“ gut gefallen. Wie schon im ersten Teil habe ich immer wieder herzhaft gelacht. Natürlich sind es auch dieses Mal wieder besonders die beiden unterschiedlichen Auffassungen von Familienleben, die das Ganze so lustig machen. Und so lässt Netenjakob auch kein Klischee aus. Dies jedoch auf eine liebenswerte und sehr unterhaltsame Art. Wem der erste Teil gefallen hat, wird sich auch bei „Der Boss“ gut unterhalten fühlen.


 

Sonntag, 22. Januar 2012

[Rezension] Brendan Halpin - All about Dad

Seinen Vater erst mit vierzehn kennenzulernen ist nicht einfach. Aber es ist auch nicht einfach, plötzlich eine Tochter im besten Teenageralter zu haben. ALL ABOUT DAD ist die komische und herzzerreißende Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen, die sich miteinander arrangieren müssen: des Junggesellen Sean, der vor Jahren mal Samen gespendet hat, und seiner Tochter Rosalind, die nach dem ebenso tragischen wie kuriosen Tod ihrer beiden Mütter zu einem wildfremden Vater ziehen muss.

Rosalind verliert ihre Eltern, ein lesbisches Pärchen, bei einem tragischen Verkehrsunfall. Als wäre dies noch nicht genug, beantragt Sean, der damals der Samenspender für die beiden war, das Sorgerecht. Da Sean als Vater eingetragen ist, bekommt er dies auch und Rosalind muß bei Sean einziehen. Sie blockt total ab, vernachlässigt die Schule und auch sonst ist ihr eigentlich alles egal.
Eigentlich wäre sie lieber zu ihrer „Tante“ Karen gezogen, welche Rosalind auch gerne aufgenommen hätte.

Auf der einen Seite ist dies eine traurige Geschichte. Rosalind muß versuchen, sowohl mit dem Tod ihrer Mom und Mommy klar zu kommen, als auch damit zurecht zu kommen, bei ihrem leiblichen Vater einzuziehen, den sie in ihren 14 Lebensjahren noch nie gesehen hat; so wie auch Sean, der versucht, irgendwie seiner neuen Vaterrolle gerecht zu werden. Die andere Seite der Geschichte sind die teilweise zum schmunzeln und lachen anregenden Situationen die daraus resultieren. Erzählt wird das ganze überwiegend in Form von Einträgen, die Rosalind in ihr Trauertagebuch schreibt oder z.B. der Austausch von Mails von Rosalind und Sean, Sean und seinem Kumpel David oder Sean und Karen. Ich denke man bekommt einen guten Einblick in die Gefühlswelt von beiden Seiten. Mein Fazit: 3 Daumen.






Sonntag, 1. Januar 2012

[Rezension] Mark Welte - In die Füße atmen

Als Lina den Sprung auf die berühmte Otto-Falckenberg-Schule schafft, ergattert auch Jan dort einen Platz. Allerdings ist dafür ein kleiner Betrug notwendig. Das ist kein Problem, denn Jan gibt es doppelt: Sein Zwillingsbruder Henrik ist das genaue Gegenteil von ihm: Große Klappe und absolut angstfrei. Für Jan ist die Schauspielschule das größte Risiko, das er je eingegangen ist. Aber Lina ist jedes Risiko wert. Das Theater entpuppt sich als Kosmos mit eigenen Gesetzen: Pfeifen ist verboten, die Sitzordnung in der Kantine rätselhaft, und der erste Satz im großen Theater ein komplettes Desaster. Aber spätestens die magische Weihnachtsfeier versöhnt Jan mit dem Wahnsinn des Theaterlebens. Und schließlich hat er früh gelernt: Als Zwilling ist es schwer, eins zu werden mit dem Universum. Stück für Stück kämpft sich Jan an seine große Liebe heran. Und dabei kann er alles brauchen, was er auf der Schauspielschule lernt: Fechten, flirten und in die Füße atmen.

Jan, schüchtern, ängstlich und voller Selbstzweifel, ist verliebt. Nicht erst seit heute sondern schon seit der 8. Klasse – und zwar in Lina. Leider hat er nie den Schritt gewagt, sich Lina mitzuteilen. Lina wird nun auf die Schauspielschule gehen. Gern würde Jan Lina ja dorthin begleiten, aber er kann sich leider nicht überwinden seine Bewerbung einzuschicken. Doch dann bekommt er ein Schreiben, dass besagt, dass er an der  Otto-Falckenberg-Schule aufgenommen ist. Jan kann sich das alles gar nicht erklären, bis sein Zwillingsbruder Henrik, der das genaue Gegenteil von Jan, also cool und ein Draufgänger ist und dem die Frauen zu Füssen liegen, auftaucht. Wie sich herausstellt, hat Henrik sich für Jan ausgegeben und die Aufnahmeprüfung gemacht. Nun liegt es an Jan sich zu beweisen.

Vorweg muss ich sagen, wer auf einen Schenkelklopfer nach dem anderen wartet, wird sicher enttäuscht sein. Jedoch sind es die kleinen Schmunzler, die die Story unterhaltsam machen Ob es nun Jan ist, der sich durch die Proben mit Lina schlägt, da es schon unsagbar schwer ist  Linas Hand  zuhalten. Oder auch Ruth, die immer Angst hat, nicht die wichtigen Sachen zu lernen. Danuta, die irgendwie in ihrer eigenen Welt lebt. Dieter alias „Bauernschädel“, der vom Lande kommt, oder Gabriele, die glaubt, dass keiner sie leiden kann, da sie ja ohnehin bevorzugt wird, weil ihr Vater ein Promi ist. Und natürlich bleibt immer im Hinterkopf, ob Jan es schaffen wird, Lina zu erobern. Ich jedenfalls fühlte mich gut unterhalten.