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Sonntag, 17. November 2013

[Rezension] Michaela Seul - Sonst kommt dich der Jäger holen


Beim Gassigehen buddelt Franzas ständiger Begleiter Flipper eine Maschinenpistole aus. Eine Mordwaffe? Franzas Neugier ist geweckt. Vor allem, weil ihre Nachforschungen zu einem Fall von Hauptkommissar Tixel führen. Und dem kann sie nur schwer widerstehen. Aber wie hängt der Waffenfund mit dem toten Jäger und der mysteriösen Villa im Fünfseenland bei München zusammen? Ohne es zu ahnen, gerät Franza ins Visier der Russenmafia, die ein Killerkommando auf sie ansetzt. Da kann ihr, bei aller Liebe, auch Felix Tixel nicht helfen. Sogar das BKA mischt sich ein, und der Fall wird Tixel entzogen. So ist das sechsbeinige Ermittlerduo auf sich allein gestellt ...
(Quelle: Heyne)


Wieder einmal ist Franza mit ihrem Flipper im Wald spazieren. Beim herumtoben buddelt dieser eine Maschinenpistole aus. Sie kontaktiert Hauptkommissar Tixel, den sie vor einigen Monaten kennenlernte, als Flipper eine Leiche gefunden hat. Dieser ermittelt ganz in der Nähe im Fall eines getöteten Jägers. Gibt es gar eine Verbindung zwischen dem Fund der Waffe und dem Jäger? Trotz Aufforderung, sich aus den Ermittlungen heraus zu halten, kann Franza nicht aus ihrer Haut und stellt eigene Nachforschungen an. So gerät sie zwischen die Fronten.

Sonst kommt dich der Jäger holen - Teil 2 der Franza-Flipper-Reihe von Michaela Seul.
Da haben wir die taffe Fitnesstrainerin, die Frau die sich jemanden zum Anlehnen wünscht und die neugierige Schnüfflerin die sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Dazu kommt ihr treuer Gefährte Flipper. Gepaart mit einem spannenden Fall und ein Kommissar, der alles versucht, dies alles unter einen Hut zu bringen. Ergebnis: Ein unterhaltsames Krimivergnügen.

 
 
Eine Leseprobe findet ihr hier
 
Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bei Heyne.


Sonntag, 30. September 2012

[Rezension] Ulrich C. Schreiber – Kreuzstein



 



Rätselhafte Felsstürze erschüttern Köln und Umgebung. Als die Polizei den Geologen Henno Allenstein zu Hilfe ruft, wird schnell klar, dass es sich nicht um Zufall handelt. Jemand lässt seiner Zerstörungswut freien Lauf – und die Uhr tickt bis zur finalen Katastrophe...

In der Nähe von Köln stürzt eine alte Wand in einem Steinbruch herab. Zwei Menschen kommen zu Tode. Kommissarin Kronberg, die die Ermittlungen leitet, bittet Prof. Henno Allenstein, der unlängst durch einen aus seiner Sicht peinlichen Unfall auf den Titelbildern der Zeitung landete, um Hilfe. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall handelt. Kurze Zeit später gibt es einen weiteren Vorfall, der diese Tatsache bestätigt. Mit allen Mitteln muss das Team um Kronberg versuchen weitere Anschläge zu verhindern.

Wie oft in regionalen Krimis ist es Tatsache, dass die Figuren keine übermenschlichen Ermittler sind, sondern jederzeit in deiner Nachbarschaft wohnen könnten und sich mit den gleichen täglichen Problemen rumschlagen müssen. So auch bei Kreuzstein. Und doch geraten eben auch diese Menschen gelegentlich in Situationen, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Wer also Krimis mag, die sich in einem „normalen“ Umfeld abspielen, wird mit Kreuzstein fündig.


Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bei DuMont.

Freitag, 6. April 2012

[Rezension] Christian Limmer - Unter aller Sau



Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

Als die beiden Jungs beim Spielen in einem Bach eine Tüte mit einer hohen Summe Geld finden, scheint die Welt noch in Ordnung. Die beiden geben den Fund mit Hoffnung auf eine Belohnung auf der Polizeiwache ab. Die pflichtbewusste Leiterin Gisela schickt zur Erkundung der Fundstelle die beiden Polizisten Erwin und Richie auf den Weg. Die beiden finden auch prompt bachaufwärts eine Frauenleiche. Wenig begeistert von der Arbeit, die dieser Fund mit sich bringt, überlegen die beiden, ob man die Leiche nicht in das Revier der Nachbargemeinde umbetten sollte. Letztendlich siegt jedoch die Vernunft und man informiert die Dienststelle. Dies ruft Kommissar Lederer, den nach eigener Ansicht schönsten Kommissar Niederbayerns, aus Straubing, auf den Plan. Lederer übernimmt sofort das Kommando bei den Ermittlungen. Doch hat er die Rechnung ohne Gisela, die Dienststellenleiterin, gemacht. Unbeirrt bringt sie sich und ihre Mitarbeiter in die Ermittlungen ein. Diese führen schnell zum Kosmetiksalon „Paradies“, wo es mehr für das Wohlbefinden gibt als der erste Anschein vermuten läßt.

Das Erstlingswerk von Christian Limmer hat mich durchgehend gut unterhalten. Sicherlich ist es keine neue Erfindung, dass die etwas rustikalen Dorfpolizisten bei der Lösung des Falls etwas naiver zur Sache gehen. Aber ich finde die Mischung der Figuren - von der pflichtbewussten Dienststellenleiterin Gisela, die sich liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Vater kümmert, über Erwin und Richie, die sich ständig kappeln, aber wenn es hart auf hart kommt, füreinander einstehen, bis hin zu Lederer, der trotz harter Schale, doch einen weichen Kern hat – einfach gut. Ich habe jedenfalls immer wieder herzhaft gelacht, sei es nun über die Ermittlungsmethoden, die Eigenarten der Polizisten oder gar die selbst ernannte Bürgerwehr. Der Höhepunkt für mich war auf alle Fälle der filmreife Showdown. Verdiente 4 Daumen von mir für „Unter aller Sau“.






Lust auf mehr? Eine Leseprobe findet Ihr hier.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplars beim Droemer Knaur Verlag.