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Sonntag, 26. Januar 2014

[Rezension] Mathias Malzieu - Metamorphose am Rande des Himmels


Ich heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drang, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: »Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?«
(Quelle: carl's books)

 
Tom's größter Traum ist es fliegen zu können. Doch seine Versuche enden immer mit einem Sturz. Aber er genießt die Aufmerksamkeit, die er mit den Versuchen auf sich zieht. Doch all dies findet ein jähes Ende als man nach einem Sturz eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Während seines Krankenhausaufenthalts trifft er bei seinen heimlichen Ausflügen auf eine geheimnisvolle Vogelfrau. Diese macht ihm ein verlockendes Angebot.

 
Mathias Malzieu entführt seine Leser für eine kurze Zeit in eine wunderbare, traumhafte Welt, in der er mit Hilfe seiner Worte märchenhafte Bilder zeichnet.


 

Eine Leseprobe gibt es hier.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bei carl’s books.

Samstag, 19. November 2011

[Rezension] John Connolly - Das Buch der verlorenen Dinge


Nach dem Tod seiner Mutter flüchtet sich der zwölfjährige David in die Welt der Bücher. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die ihn zu dem geheimnisvollen Buch der verlorenen Dinge führt. In ihm seien alle Wahrheiten des Lebens verzeichnet. Doch Realität und Fantasie vermischen sich zunehmend, und schließlich erkennt David, dass er dem Bösen in die Falle gegangen ist. Er muss für seine Heimkehr kämpfen - wird er seinen Vater wiedersehen?




Das Buch der verlorenen Dinge - Eine märchenhaft böse Geschichte.
Die Geschichte um David, erzählt im Stil eines Märchenbuches. Anfangs war ich etwas skeptisch. Aber der Schein trügt.
Zwar ist das Ganze ein Jugendroman, aber es geht stellenweise doch zur Sache. Meine Highlights sind jedoch die etwas anders interpretierten Märchen wie Rotkäppchen oder Schneewittchen.