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Montag, 24. Dezember 2012

[Rezension] Alan Bradley - Flavia de Luce ~ Mord im Gurkenbeet



Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

(Quelle:Penhaligon)

 

Flavia ist 11 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Vater und den beiden älteren Schwestern auf dem Anwesen Buckshaw. Flavias große Leidenschaft ist die Chemie. Mit Vorliebe mischt sie Gifte. Diese Leidenschaft kann sie in einem Labor  -  eines ihrer Vorfahren der de Luces  -  ausleben. Mit ihren Schwestern hat sie nicht viel gemein. Eines Abends wird sie Zeuge eines Streites zwischen ihrem Vater und einem Unbekannten. Diesen Unbekannten findet sie sterbend am nächsten Morgen im Gurkenbeet. Alles scheint darauf hin zu deuten, dass ihr Vater der Täter ist. Doch Flavia macht sich selbst auf um Licht ins Dunkel zu bringen.

Mord im Gurkenbeet ist ein guter Jugendkrimi. Einerseits ist Flavia eine tolle Detektivin, die mit allerhand Wissen aufwarten kann. Und doch lässt Alan Bradley immer wieder durchblitzen, dass Sie eben auch „nur“ ein elfjähriges Mädchen ist, die sich mit ihren Schwestern streitet und nicht immer tut was man ihr sagt. Und so ist auch ihre Herangehensweise eben auch manchmal die eines kleinen Mädchens. Hinzu kommt eine Portion britischer Humor. So ist Mord im Gurkenbeet zwar ein Jugendkrimi, der aber auch gut von einem älteren Publikum gelesen werden kann. So wird es wohl auch nur eine Frage der Zeit sein bis die Fortsetzung „Mord ist kein Kinderspiel auf meinem Nachttisch landet.

Sonntag, 22. Januar 2012

[Rezension] Brendan Halpin - All about Dad

Seinen Vater erst mit vierzehn kennenzulernen ist nicht einfach. Aber es ist auch nicht einfach, plötzlich eine Tochter im besten Teenageralter zu haben. ALL ABOUT DAD ist die komische und herzzerreißende Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen, die sich miteinander arrangieren müssen: des Junggesellen Sean, der vor Jahren mal Samen gespendet hat, und seiner Tochter Rosalind, die nach dem ebenso tragischen wie kuriosen Tod ihrer beiden Mütter zu einem wildfremden Vater ziehen muss.

Rosalind verliert ihre Eltern, ein lesbisches Pärchen, bei einem tragischen Verkehrsunfall. Als wäre dies noch nicht genug, beantragt Sean, der damals der Samenspender für die beiden war, das Sorgerecht. Da Sean als Vater eingetragen ist, bekommt er dies auch und Rosalind muß bei Sean einziehen. Sie blockt total ab, vernachlässigt die Schule und auch sonst ist ihr eigentlich alles egal.
Eigentlich wäre sie lieber zu ihrer „Tante“ Karen gezogen, welche Rosalind auch gerne aufgenommen hätte.

Auf der einen Seite ist dies eine traurige Geschichte. Rosalind muß versuchen, sowohl mit dem Tod ihrer Mom und Mommy klar zu kommen, als auch damit zurecht zu kommen, bei ihrem leiblichen Vater einzuziehen, den sie in ihren 14 Lebensjahren noch nie gesehen hat; so wie auch Sean, der versucht, irgendwie seiner neuen Vaterrolle gerecht zu werden. Die andere Seite der Geschichte sind die teilweise zum schmunzeln und lachen anregenden Situationen die daraus resultieren. Erzählt wird das ganze überwiegend in Form von Einträgen, die Rosalind in ihr Trauertagebuch schreibt oder z.B. der Austausch von Mails von Rosalind und Sean, Sean und seinem Kumpel David oder Sean und Karen. Ich denke man bekommt einen guten Einblick in die Gefühlswelt von beiden Seiten. Mein Fazit: 3 Daumen.